Bevor Jim Ward, Paul Hinojos und Tony Hajjar mit Ihrer neuen Band Sparta und den Alben „Porcelain“ und „Threes“ die Aufmerksamkeit der Kritiker auf sich zogen und bevor Cedric Bixler-Zavala und Omar Rodriguez-Lopez mit The Mars Volta hartgesottene Rockfans aufwühlten und Ihnen den Kopf verdrehten, stand an Stelle dieser beiden hervorragenden Bands At The Drive-In.
Diese Band um die fünf Ausnahmemusiker hatte schon mit „In Casino Out“ gezeigt wozu Sie imstande war. Den Zenit Ihres Erfolges sollte Sie jedoch mit dem herausragenden „Relationship Of Command“ erreichen. 11 Tracks (erstes Release) welche die Welt des Post-Hardcore aus den Angeln hoben. Attitüde, Unzufriedenheit und Entschlossenheit gepaart mit harter, ehrlicher, innovativer Rockmusik. Nichts wirkt hier inszeniert oder gestellt. Jedes Riff, jeder Break, jeder Effekt wirken auf den Gehörgang wie das Trojanische Pferd auf dem Cover. Jede Zeile, jeder Schrei und jedes gehauchte Gefühl aus dem Mund von Cedric Bixler-Zavala hinterlassen auch noch nach Jahren dieselbe Gänsehaut wie beim ersten Durchlauf. Ob die überschwängliche Energie von „One Armed Scissor“, der aufwühlende Kontrollverlust bei „Arc Arsenal“ oder die verstörende Anklage von „Invalid Litter Dept.“. Jeder einzelne Song dieser Platte ist ein Meisterwerk für sich.
Produziert wurde diese Platte durch keinen geringeren als Ross Robinson, der sogar den altehrwürdigen Iggy Pop davon überzeugen konnte dem Anfangspart von „Enfilade“ und dem Hintergrundgesang von „Rolodex Propaganda“ seine prägnante Stimme zu leihen. Ein knappes halbes Jahr nach der Veröffentlichung von „Relationship Of Command“ trennten sich At The Drive In aufgrund von künstlerischen Differenzen. Manche vermissen Sie noch heute.
Share written by: Andi Stoner